Gesund werden • bleiben • Leid lindern

Mehr über mich

Helfer-Syndrom

Offensichtlich verantwortungsbewusst und mit Helfer-Syndrom auf die Welt gekommen, habe ich schon 1967, als ich 5 Jahre alt war, mir aus Langeweile und Mitleid den Nachbars-Hund, eine kleine Promenadenmischung, zum Spazierengehen geschnappt. In dem Wissen dass, obwohl sich niemand um das Tier kümmerte, ich gelyncht würde, wenn ihm was passiert, habe ich ihn nicht von der Leine gelassen und immer wieder sicher nach Hause gebracht. 

Dat Kind wird Masseuse

Ungefähr zur gleichen Zeit entdeckte meine Oma mein Talent zu „Be-Handeln“. Sie hatte Schmerzen und bat mich, mit meinen Kinder-Händchen, ihr die rheumatischen Schultern zu massieren. Dafür bekam ich so großes Lob, sodass sie verhieß: Dat Kind wird Masseuse!  

10 Jahre später, als für mich feststand, dass ich eine Berufsausbildung anfange, entstand durch den Wunsch gerne mit Menschen, aber nichts mit Mathematik zu tun haben zu wollen, die bewusste Entscheidung: lieber nicht Masseuse (ab 18:00 Uhr im Negligée ;-)) sondern staatl. gepr. Masseurin, med. Bademeisterin.

Auch wenn es anfänglich ein Umweg zu sein schien, nicht auf einen der raren Krankengymnastik-Fachschul-Plätze gewartet zu haben, hat es sich für meine Entwicklung ebenso wie im Dienste meiner tausenden von Patienten, als genau der richtige erwiesen.

Nicht nur, dass dieses Fühlen-Lernen von der Pike auf, die bereits angelegten Qualitäten meiner Hände voll entfalten ließ, sondern auch so geschult haben, dass sie schon nach kurzer Zeit ihren Job auch ohne mein Hirn beherrschten.

Bauchtanz für die Lymphdrainage

Dies ergab freie Kapazitäten für meine erste große Liebe: Musik und Rhythmus. Trommeln machen mich im positiven Sinne wahnsinnig, weshalb es letztendlich nicht so erstaunlich ist, dass ich 1987 mit Bauchtanz nicht nur angefangen, sondern später auch sofort zugeschlagen habe, als sich ein ägyptischer Choreograf des nationalen Balloon-Theaters bereit erklärte, Interessierte ein Jahr lang zur Bauchtanzlehrerin auszubilden und zu zertifizieren.

Niemand konnte ahnen, dass die dort erlernte Fähigkeit, einzelne Körperteile auch einzeln zu bewegen, nicht nur faszinierend, sondern auch unfassbar wertvoll für spätere Fortbildungen wie dem Lymphdrainage-Lehrgang war. Dort war ich nämlich die einzige, die in der praktischen Prüfung ein „gut“ bekam, weil ich 7 der 9 Voraussetzungen für den perfekten Lymphdrainage-Griff erfüllen konnte.

Auf diesem vierwöchigen Lehrgang bekamen wir den „Lymph-Virus“ eingeimpft, um quasi als „Rächer der Enterbten, den Beschützer von Witwen und Waisen“ (Komiker Otto), nein Scherz, aber auszuziehen als Retter bei Schwellungen (Ödemen) und Beschützer vor unnötigen Operationen wie z.B. der Salami-Taktik bei Diabetes-Patienten, Mandel-Entfernungen bei Kindern, Nach-Operationen bei elephantiastischen Gliedmaßen oder nicht heilenden Wunden usw.

Mein Bestreben immer so zu arbeiten, dass ich jederzeit in den Spiegel schauen kann, in Kombination mit meinem großen Engagement für Gerechtigkeit, mit dem Talent, das mir gegeben wurde, hat dazu geführt, dass tatsächlich immer mehr Ärzte und Lymph-Patienten zu Fans wurden.

Mein „Lymph-Virus“ verstärkte sich durch mehr als erschreckende Informationen über die Ungerechtigkeit, dass und wie sehr durch Krebs belastete Patienten auch noch ständig um eine richtige Behandlung und kontinuierliche Termine ohne Therapeuten-Wechsel kämpfen mussten. Genau das konnte ich 2002 nicht mehr mit ansehen und beschloss, in meiner frisch eröffneten Praxis Lymphysio im März 2003 „meinen“ Brustkrebs-Patientinnen eine therapeutische Heimat zu bieten.

Mein Bedürfnis, mich auch den neu entstandenen Problematiken, wie Haltungsschäden durch Bewegungsmangel, Beckenboden-Schwächen, „Beziehungsproblemen“ verstärkt widmen zu können, wurde durch fantastische Fortbildungen wie unter anderem Cantenica®, DIE Methode für Körperform- und Haltung und seit 2016 auch Bailaro® nicht nur gestillt, sondern hat sie sogar noch weiter befeuert – denn: lebenslanges Lernen bedeutet für mich, Herausforderungen anzunehmen, um jeden Tag ein bisschen besser zu werden.

Mit der "Lizenz zum Heilen"  als Heilpraktikerin für Physiotherapie

Die verbesserten Operations-Methoden und eine nahezu flächendeckende Versorgung mit manueller Lymphdrainage führten gleichermaßen zu immer mehr physiotherapeutischen Notfällen, zu denen ich von ärztlicher Seite gerufen wurde, mit immer größerem Bedarf an Hausbesuchen. Diese sind jedoch mit einer vollbesetzten Kassenpraxis als Einzelkämpferin nicht in dem Maße zu leisten, wie es z. B. bei Palliativ-Patienten mit besonderem Behandlungsbedarf menschenwürdig ist.

Von daher kam die Möglichkeit, die Heilpraktiker für Physiotherapie Prüfung vor dem Gesundheitsamt ablegen zu können, mit der Befugnis eigene Diagnosen zu stellen, genau zum richtigen Zeitpunkt. Durch den beruflichen Aufstieg vom Heil-Hilfs-in den HEIL-BERUF konnte ich der ständig steigenden Nachfrage von Behandlungen über das  GKV-Rezept hinaus nachkommen.  

Seit der Rückgabe meiner Kassenzulassung und Praxis-Schließung im November 2016, habe ich jetzt endlich die Zeit, mobil, im Rahmen meines physiotherapeutischen Notdienstes, fachlich und zeitlich so flexibel anzubieten, dass ich auch unvorhersehbare Komplikationen/Veränderungen mit tragen kann.

Ich bin mir nie zu schade um dahin zu gehen wo‘s weh tut, da hin zu sehen, wo andere wegschauen. Neben Mitgliedschaften z. B. in der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin und in der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin haben mich auch Fortbildungen im Bereich Palliative-Care und Demenz im Umgang mit diesen Patienten noch mehr sensibilisiert.

Ein weiterer Vorteil besteht auch darin, selbst eine Diagnose und  ein Heilpraktiker-Rezept auszustellen, auf dem, auch außerhalb des Heilmittel-Kataloges der Krankenkassen, alles verordnet werden kann, um Patienten bestmöglich zu behandeln.  Dazu gehört beispielsweise die Akupunkt-Massage nach Penzel, die insbesondere in akuten Fällen, besonders wirksam ist. Gleiches gilt für die Akupressur.

Ich hoffe, dass ich Ihnen ein Bild von mir vermitteln konnte.

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